Ihr Zahnarzt in Sülz | Bei Schnarchen Abhilfe schaffen

Ihr Zahnarzt in Sülz | Bei Schnarchen Abhilfe schaffen
Veröffentlicht von Joe

Aktuelle Studien gehen davon aus, dass je nach Alter 20-50% der Bevölkerung unfreiwillig die Nacht zum Tag macht und mit mehr oder minder starkem Schnarchen sich selbst und ihren Mitbewohnern erheblichen Stress zumuten.

Schnarchen verhindert einen durchgehenden Schlaf, belastet die Atemwege und erzeugt einen charakteristischen Lärmpegel, der die Nachtruhe dauerhaft aushebelt. Dies kann solche Ausmaße annehmen, dass ein gemeinsamer Schlaf, z.B. im Ehebett, zur Tortur wird und sich beide Partner an verschiedene Schlaforte zurückziehen müssen. Werden Betroffene nicht darauf angesprochen, können sie meist nur indirekt wahrnehmen, dass nachts vielleicht irgendetwas verkehrt läuft.

 

Wie Schnarchen entsteht

Schnarchen entsteht zunächst einmal durch eine blockierte oder erschwerte Luftzufuhr. Der Weg zur Lunge ist typischerweise mit Weichteilen versperrt, z.B. durch das Zäpfchen, die Zunge oder den Kehldeckel. Dies geschieht vor allem im Schlaf, für den sich der Körper nicht nur in eine horizontale Position bettet, sondern in welchem sich auch das Muskelgewebe im Hals entspannt. Dadurch kann sich die Position der Weichteile, aber auch die Stellung des Kiefers ungünstig verschieben. Übergewicht kann die Symptome zusätzlich verstärken, da sich Fettpolster im Rachenbereich einlagern und der Durchmesser hierdurch verengt wird.

Auch Infektionen, Sekrete, Allergien oder Entzündungen können temporär für einen schlechten Luftdurchzug sorgen. Meistens klingen die Beschwerden aber mit der Genesung wieder ab, wenn ansonsten kein chronisches Schnarchproblem vorliegt.

 

Welche Risiken bestehen?

Physisch bedingt haben Männer häufiger mit Schnarchen zu kämpfen, wenn auch Frauen von der Problematik nicht verschont bleiben. Durch den Stresslevel kann es langfristig zu erhöhten Anfälligkeiten gegenüber Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Infektionen und sogar Schlaganfällen kommen. Ein Grund zur Panik besteht aber zunächst nicht, da es eine Vielzahl an vielversprechenden Behandlungsmöglichkeiten gibt.

 

Was ist eine Apnoe?

Unter dem Begriff Apnoe versteht man das kurzzeitige Aussetzen des Atemreflexes. Während des Schlafes kann der Körper durch eine Blockade oder einen Verschluss (z.B. durch erschlafftes Gewebe, großes Zäpfchen) den notwendigen Druck für eine funktionierende Atmung nicht aufrecht erhalten. Es erfolgt ein Atemstillstand, der den CO²-Spiegel im Blut ansteigen lässt. Vorm Erstickungstod registriert das Gehirn die Veränderung im Blut und aktiviert einen unmittelbaren Weckreflex, der zum Aufwachen führt. Das muss der Betroffene gar nicht bewusst wahrnehmen – erst am nächsten Tag plagen ihn Müdigkeit, Sekundenschlaf und Abgeschlagenheit. Dies kann sogar zum Dauerzustand werden und zu verminderter Leistungsfähigkeit führen. Alkohol und Drogen können diesen Weckreflex natürlich negativ beeinflussen.

 

Welche Behandlungsmöglichkeiten bieten speziell Zahnärzte?

Es gibt viele medizinische Mittel und Wege, das Schnarchen in den Griff zu bekommen. Bevor am Ende ein chirurgischer Eingriff vorgenommen wird, lohnt sich in jedem Fall der Besuch beim Zahnarzt, denn häufig kann das Problem durch eine besondere Schnarchschiene, genannt Protrusionsschiene, in den Griff bekommen werden.

Die Protrusionsschiene wird individuell für den Patienten angefertigt, ähnlich wie eine Zahnaufbissschiene beim Zähneknirschen. Anders als bei dieser werden für die Protrusionsschiene beide Kiefer benötigt. Durch ihren besonderen Aufbau hält sie den Unterkiefer und die Zunge vorne, sodass es nicht zu einer ungewollten Blockade im Rachen kommt. In regelmäßigen Folgeterminen korrigieren und verbessern wir die Schnarchschiene, wodurch ein ruhiger und erholsamer Schlaf für alle Beteiligten ermöglicht wird.

Diese Methode kann durch die verschobene Bisshaltung in manchen Fällen zu Kiefergelenkschmerzen führen, vor allem am Anfang der Therapie. Auch sollte das Gebiss des Patienten in einem guten Allgemeinzustand sein. Damit sich mittelfristig keine Fehlstellungen ergeben ist es wichtig, dass Zahnarzt und Patient gut zusammenarbeiten und Alternativen gesucht werden, wenn dieser Ansatz keine Früchte tragen sollte.

Denkbar wäre in diesem Fall eine Therapie mit einer Gaumenspange, bei welcher der Luftkanal mechanisch am Verschließen gehindert wird. Die hinter dem Gaumensegel angebrachte Spange benötigt keinen Kontakt zu den Zähnen und kann so auch von Patienten angewendet werden, die mit ihrem Kauapparat größere Probleme haben.

Wir beraten Sie gerne zum Thema Schnarchen und entwickeln mit Ihnen die passende Strategie, damit Sie wieder ruhig schlafen können.

 

Ihr Joe Schankin

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